12 Merkmale für eine seo-optimierte Internetseite

12 Wesentliche On-Page SEO Faktoren, die Suchmaschinen (und Besucher) lieben12 Wesentliche On-Page SEO Faktoren, die Suchmaschinen (und Besucher) lieben

Vorbild für diesen Artikel war ein Blogpost meines Kollegen Doc Reinhard Goy mit einem sehr anschaulichen #Infograf zum Thema “Worauf muss ich achten, um eine SEO-optimierte Seite zu erstellen?”.

Das Original der Grafik stammte von der englischen SEO-Seite backlinko.com.

Um das Wissen allen zugänglich zu machen, hier die Inhalte der 12 Optimierungspunkte auf Deutsch:

 

1. Der Einfluss SEO-freundlicher Permalink URLs
Der Link zu einer Seite sollte kurz sein und das Schlagwort enthalten. Schlecht sind URLs der Art olafweiland.com/p=124 besser olafweiland.com/faktoren-on-page-seo-optimierung
Google hat zugegeben, dass die ersten 3-5 Worte besonderes Gewicht haben. Die Schlüsselbegriffe gehören damit an den Anfang. Die Bindestriche kann man auch weglassen, Google erkennt die Worte auch so.

2. Ziel = Beginne den Titel mit dem Keyword, dem Schlüsselbegriff, deiner Seite, Deines Artikels
Der Titel ist der wichtigste on-page SEO-Element der gesamten Seite. Einer SEOMoz Studie zur Folge, ranken Seiten, die das Keyword zu Beginn des Titels stehen haben besser als Seiten, die das Keyword am Ende oder in der Mitte des Titels hatten. Also, das Wichtige nach vor.

3. Blenden durch Einsatz von Multimedia
Inhaltlich kann Google bislang nur Texte auswerten – nur das ist guter Content für Google – aber gute Grafiken, Videos und Bilder fesseln den Besucher und erhören die Bleiberate (bounce rate) und Stehzeit (time on site) auf der Seite. Und das sind beides wichtige Rankingfaktoren.

4. Setze ausgehende Links
Ausgehende Links zu thematisch passenden Seiten sind für Google ein Zeichen der Interaktion und Benutzerfreundlichkeit und werden dementsprechend honoriert. Eine Studie von SEOWizz.net fand, zu hochrangigen Seiten wie Harvard.edu oder Wikipedia.org den Rang einer Seite deutlich anheben konnten.

5. Keywords in die ersten 100 Wörter einfliessen lassen
Die Schlüsselwörter des Artikels gehören in die ersten 100-150 Wörter der Seite. Durch das frühe Erscheinen wird die Wichtigkeit dieser Wörter betont.

6. Der Titel muss als “Überschrift 1”, also mit dem HTML-Tag <h1> formatiert sein
Ein Content-Management-System wie das von mir empfohlene WordPress macht das bereits automatisch. Gelegentlich kann es vorkommen, dass das verwendete Theme dieses überschreibt, daher sollte man das einmal prüfen und ggf. manuell ändern.

7. Nagelprobe Seitenladezeit – Zielvorgabe <= 4 Sekunden
Die Seitenladezeit ist für Google nach wie vor eine zentrale Beurteilungsgröße. Seiten, die lange zum Laden brauchen, bescheren dem Nutzer eine schlechte Erfahrung und werden abgestraft. Wir sollten sicherstellen, dass unsere Seite nach maximal 4 Sekunden geladen ist. . Das ist nicht nur aus Sicht der SEO-Optimierung sinnvoll, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass gemäß einer Studie des Branchenkenners Munchweb.com 75% der Besucher eine länger als 4 Sekunden ladende Seite nie wieder besuchen.

8. Verwende Titelergänzungen
Sogenannte ‘Modifier’ wie “2014”, “beste”, “Erfahrungsbericht”, “Test”, uam. führen dazu, dass die Seite viel eher auch für ‘long tail keywords’, also langen zusammengesetzten Schlüsselbegriffen, gefunden wird.

9. Benutze Schaltflächen für Soziale Medien (Social Sharing Buttons)
Die Sozialen Signale bekommen für Google immer höheren Wert. Daher sollte es selbstverständlich sein, dem Besucher die Möglichkeit zu geben, die Seite bei Gefallen, auf möglichst den gängigsten Plattformen mühelos zu teilen. Prominent angebrachte Schaltflächen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass die Seite eingetragen wird, gemäß einer Untersuchung von BrightEdge um 700%. Man darf die Besucher gerne auch dazu auffordern, der Seite ein “Gefällt mir” zu geben. 😉

10. Schreibe lange Beiträge
In der SEO-Szene gibt es den Spruch “Length is Strength”, also Länge bedeutet Wichtigkeit. Das wurde durch die Untersuchungen von SERPIQ.com bestätigt. Wenn möglich sollte ein Artikel, der auf Keywords mit hohem Wettbewerb abzielt etwa 1500 Wörter enthalten.

11. Verringere die Absprungrate (bounce rate)
Wenn ein Besucher die Seite schnell wieder verlässt, ist das ein Alarmzeichen für Google und wird gedeutet, dass die Seite mangelhaften Inhalt oder eine schlechte Benutzerführung (User Experience) hat. Unser Ziel muss daher sein, durch interne Verlinkung und guten, fesselnden Inhalt die Benutzer möglichst lange auf unsere Website zu halten. Es ist daher auch wichtig die Bleiberate und das Benutzerverhalten auf der Webseite zu kennen.

12. Bau gelegentlich LSI Keywords ein
Das sind die Schlüsselwörter, die Google unten auf einer Suchergebnisseite (SERP) zeigt. LSI Keywords kann man z.B. auch über das Keywordtool von Adwords herausfinden.

Fazit: Wer all diese Punkte beim Erstellen seiner Seiten und Beiträge umsetzt hat hinsichtlich der On-Page-SEO-Optimierung schon mehr getan als 90% seiner Mitbewerber. Wenn man zudem noch ein Content-Management-System (CMS) wie WordPress benutzt, kann man das fast nebenbei mit erledigen.

Wenn Euch der Artikel gefallen und geholfen hat, klickt jetzt den “Gefällt mir”-Knopf oder erwähnt ihn bei Google+. Das wird mir ein Ansporn sein, weitere nützliche Beiträge zu schreiben.

Kommentieren ist ausdrücklich erwünscht!

4 Comments

  1. Thomas

    Hallo Olaf!
    Ich hab ein paar Fehler entdeckt, die Du dringend ändern solltest:
    1. Bounce Rate ist die Absprungrate und die sollte so klein wie möglich sein!
    2. Grafiken und Videos werden sehr wohl von Google erkannt, wenn du ihnen Alt und Title gibst, damit Google weiß, was darauf zu sehen ist. Für Googles Bildsuche sind sie wichtig und fließen so ins Ranking mit ein. Als Attraktion binden sie natürlich deine Leser, was nie schlecht ist.
    3. Lange Beiträge sind sicherlich toll, aber ein Haufen Arbeit und eher erdrückend. Zumal Google in erster Linie die ersten 1000 Worte analysiert, da alles darüber hinaus den Googleeigenen Speicher überlasten würde.
    4. Viele deiner Tipps sind grundsätzlich gut, sollten aber auch die Warnung vor Übertreibung beinhalten. Ausgehende Links zum Beispiel saugen am Ranking-Juice. Achtung vor Keyword-Stuffing! Zu viele Keywords riechen nach Spam. Dagegen reagiert Google mittlerweile sehr aggressiv.

    Für weitere SEO-Tipps, schau doch mal vorbei 😉

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    1. Olaf weiland

      Hallo Thomas, danke für Deine Ergänzungen.
      Was die Länge der Texte angeht, so scheinen sich die SEO-Gurus nicht ganz einig. Wie ja immer, wenn es um Fragen des SEO geht, gibt es ebenso viele Meinungen wie selbsternannte Experten. Da ich selber nur Anwender mit “etwas” Erfahrung bin, teile ich Deinen Rat, es nicht zu übertreiben als gut.
      Was das Problem des Keywordstacking angeht, das ist mir durchaus bekannt. Weniger ist auch da mehr, vor allem, wenn man variiert und da sind dann die LSI Keywords durchaus eine Formulierungshilfe, oder?

      Reply
  2. Winfried

    Hallo Olaf,
    dein Artikel ist jedenfalls nicht zu lang – weil interessant. Gut, dass du die englische Grafik übersetzt hast. Bei dem Absatz mit der Seitenladezeit habe ich ein schlechtes Gewissen bekommen, denn nicht selten kann es bei meiner Seite doch länger dauern. Ich finde es aber wichtig, dass man auf die einzelnen Kriterien aufmerksam gemacht wird. Danke dafür.

    Reply
    1. OWei

      Danke Wilfried, ja die Ladezeiten, das ist auch für mich ein Problem. 😉

      Reply

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